Bewegung: Gesundheit von Kopf bis Fuß
Wer in Bewegung bleibt, beugt vielen Krankheiten vor
Ob Radfahren, Schwimmen oder Laufen – Sport tut dem ganzen Körper gut. Er lässt die Pfunde purzeln, hält das Herz in Schwung und stärkt die Knochen. Auch Krebs, Depressionen und Demenz kann man durch Bewegung vorbeugen. Dafür müssen Sie noch nicht einmal hart trainieren. Bereits ein flotter 30-minütiger Spaziergang täglich genügt.
Sport hilft Haltung bewahren
Rückenschmerzen gehören zu den modernen Volkskrankheiten. Statt auf dem Feld zu schuften, verrichten heutzutage die meisten ihre Arbeit am Schreibtisch. Das stundenlange Sitzen schwächt die Muskulatur. Dadurch verliert die Wirbelsäule an Halt. Belastet man zusätzlich den Rücken einseitig, sind Schmerzen vorprogrammiert. Deshalb sollte man dem Rücken eine sportliche Auszeit gönnen. Dabei gilt: erlaubt ist, was Spaß macht. Hauptsache Sie bewegen sich regelmäßig und gleichen einseitige Bewegungsmuster aus.
Auch Menschen, die an Osteoporose – also Knochenschwund – leiden, profitieren von körperlicher Aktivität. Denn Bewegung stärkt die Muskeln und fördert die Koordination. Dadurch sinkt schließlich das Risiko, zu stürzen und Knochenbrüche zu erleiden.
Bewegung schützt vor Herzinfarkt
Wer Sport treibt, verbraucht Energie. Das wirkt sich nicht nur positiv auf das Gewicht aus, sondern auch auf das Herz. Denn durch die Bewegung sinkt im Blut der Gehalt an HDL-Cholesterin, dem so genannten „bösen“ Cholesterin – es lässt Gefäße schneller verkalken und erhöht das Herzinfarktrisiko. Der Gehalt an „gutem“ LDL-Cholesterin hingegen nimmt durch Sport zu. Das schützt die Gefäße vor Arteriosklerose und verringert so die Gefahr für einen Herzinfarkt. Darüber hinaus macht Bewegung die Körperzellen empfindlicher gegenüber Insulin – das kommt vor allem Patienten mit Typ-2-Diabetes zugute. Der Grund: Bewegung erhöht den Energiebedarf der Muskeln. Sie nehmen mehr Zucker aus dem Blut auf, wodurch der Blutzuckerspiegel sinkt.
Vorsorge gegen Krebs, Demenz und Depressionen
Sport kann auch das Risiko verringern, an Darm- und Brustkrebs zu erkranken. Dabei scheint es eine Dosis-Wirkung-Beziehung zu geben. Das heißt, je mehr Sport Sie treiben, umso geringer ist Ihr Krebsrisiko. Wahrscheinlich kann Sport auch anderen Krebsleiden wie Lungen- und Prostatakrebs vorbeugen. Diese Wirkung ist allerdings weniger gut belegt.
Darüber hinaus steigern Sportler ihre geistige Leistungsfähigkeit. Durch die körperliche Aktivität wird der Körper besser durchblutet. Davon profitieren auch die Gefäße im Gehirn. In der Folge reduziert sich die Gefahr, an einer gefäßbedingten vaskulären Demenz zu erkranken. Auch vor Alzheimer soll Bewegung schützen.
Ein weiterer positiver Effekt: Während der Rad, Lauf- oder Spaziertour schüttet das Gehirn vermehrt Glückshormone wie Serotonin aus. Damit kommt auch die Stimmung in Schwung – für Menschen mit Depressionen ein heilsamer Befund.
Mehr Bewegung im Alltag
Manche treiben jeden Tag Sport, andere schaffen es gerade einmal in der Woche. Auch wenn Arbeit, Haushalt oder andere Dinge die Joggingrunde oder den Fitnesscenter-Besuch vereiteln, die eine halbe Stunde Bewegung am Tag können Sie auch zwischen Büro und Wohnung absolvieren. Wie zum Beispiel? Ganz einfach:
- Benutzen Sie die Treppe, statt den Aufzug.
- Nutzen Sie die Mittagspause für einen Spaziergang.
- Steigen Sie eine Station eher aus dem Bus aus und laufen Sie das letzte Stück zur Arbeit.
- Nehmen Sie für kurze Strecken lieber das Fahrrad, statt das Auto.



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