Pooling
- Versacken des Blutes im venösen Beinsystem infolge einer chronisch venösen Insuffizienz.
- In der Transfusionsmedizin: Mischen von Blutplasma oder -serum verschiedener Spender.
Poplitea-Kompressionssyndrom
Auf einer Quetschung der Kniekehlenarterie beruhende Durchblutungsstörung des Unterschenkels, die sich in arteriellen Durchblutungsstörungen, wie Schmerzen und Blässe äußert.
Population
Statistisch gesehen die Gesamtheit der Individuen mit einer bestimmten Eigenschaft.
Porenzephalie
Ansammlung von Flüssigkeit in abgestorbenen Regionen des Großhirns. Die Gewebsschäden entstehen meist noch im Mutterleib durch Sauerstoffmangel aufgrund von Durchblutungsstörungen oder kurz nach der Geburt durch Lungen- und Atemantriebsschäden. Bei den betroffenen Kindern ist die Entwicklung verzögert und es besteht eine verstärkte Tendenz zu Krampfleiden.
Porphyrinurie
Vorhandensein von Porphyrinen im Harn. Das Phänomen ist erkennbar an der rotbraunen Färbung und ist ein Anzeichen für Porphyrie, Bleivergiftungen, Lebererkrankungen, Barbituratnebenwirkungen, Blutarmut, Vitaminmangelzustände und bösartige Tumoren.
Porta
Lateinisch für Pforte.
Portioektopie
Ausstülpung der Schleimhaut des Gebärmutterhalskanals auf den äußeren Muttermund. Das Phänomen tritt bei 70 % der Frauen während der Geschlechtsreife auf, kann ohne Anzeichen verlaufen oder aber zu verstärktem Ausfluss und Blutungen führen. Außerdem zeigt diese Umwandlungszone eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Infektionen mit humanen Papillomaviren, und es besteht ein erhöhtes Krebsrisiko. Zur Behebung möglicher Beschwerden und um eine bakteriellen Besiedlung der Region zu verhindern, kann die Portioektopie durch Verätzung, Verschorfung oder Operation behandelt werden.
Portioplastik
Behebung eines Gewebedefekts am Muttermund (Portio).
Portkatheter
Geschlossenes Kathetersystem zur langfristigen Verabreichung von Medikamenten, insbesondere wenn diese ätzende Eigenschaften haben oder die Vene hierzu häufig angestochen werden müsste. Dazu wird ein Medikamentenreservoir (Port) in eine Hauttasche am vorderen Brustkorb geschoben und mit einem Katheterschlauch verbunden, den der Arzt bis zur Schlüsselbeinvene verlegt hat.
portokavaler Shunt
Zur Druckentlastung bei schwerem Pfortaderhochdruck angelegte Verbindung zwischen Pfortader und unterer Hohlvene.