Nasennebenhöhlentumoren
Bösartige Tumoren, die von der obersten Zellschicht (Plattenepithelkarzinom) und den Drüsenzellen der Nasennebenhöhlen ausgehen, in andere Gewebeschichten einwandern und Metastasen bilden. Dabei behindert der stetig anwachsende Tumor die Nasenatmung. Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Da der Tumor für eine Operation nicht zugänglich ist, bestrahlt ihn der Arzt.
Nasenrachenentzündung (Rhinopharyngitis)
Erkrankung, bei der die Schleimhaut in Nase und Rachen gerötet, überwärmt und angeschwollen ist und Schleim produziert (Rachenentzündung).
Nasenrachenfibrom (Angiofibrom)
Gutartiger Tumor der Blutgefäße im Nasenrachenraum. Der Tumor wächst unter dem Einfluss bestimmter Hormone, weshalb er vor allem junge Männer in der Wachstumsphase trifft. Sie können nur noch schwer durch die Nase atmen und leiden häufig unter Nasenbluten und Kopfschmerzen. Der Arzt ortet den Tumor über Computertomografie oder Nasenspiegelung und entfernt ihn anschließend operativ.
Nasenreflexzonentherapie
- Umstrittenes Heilverfahren, bei dem der Therapeut bestimmte Punkte auf der Nasenaußenwand reizt, um innere Organe zu beeinflussen.
- Umstrittenes Heilverfahren, bei dem der Therapeut Wattestäbchen in ätherische Öle tunkt und anschließend auf eine der vier Reflexzonen der Nasenschleimhaut tupft. So versucht er, innere Organe zu beeinflussen. Mit unverdünnten Ölen ruft er im ungünstigsten Fall einen allergischen Schock oder Atemstillstand hervor.
Nasenscheidewandhämatom (Septumhämatom)
Verletzungsbedingter Bluterguss in der Knochen- und Knorpelwand, welche die Nasenhöhle in zwei Bereiche unterteilt. Diese schwillt dabei so stark an, das der Betroffene nicht mehr durch die Nase atmen kann. Um zu verhindern, dass sich die Nasenscheidewand zusätzlich entzündet (Septumabszess), kann der Arzt den Bluterguss operativ beseitigen.
Nasenschleimhautatrophie
Schrumpfung der Schleimhautschicht, die die Nase von innen auskleidet. Die Zahl der Drüsenzellen und Flimmerhärchen nimmt ab, die Nase trocknet aus, kann schlechter Krankheitserreger aus der Atemluft abfangen und nach draußen transportieren und ist deshalb anfälliger für Infektionen. Eine Nasenschleimhautatrophie entsteht, wenn häufiger Schnupfen, Chemikalien und Kokain die Nasenschleimhaut über einen längeren Zeitraum hinweg schädigen.
Nasentamponade
Länglicher Körper aus gepresster Watte, der in die Nase geschoben wird, um starkes Nasenbluten zu stillen. Eine vordere Nasentamponade besteht aus mehreren mit Salben bestrichenen Gazefäden, die der Arzt nacheinander in die Nasenhöhle des Patienten schiebt. Nach 2-3 Tagen nimmt der Patient die Tamponade heraus, da sonst seine Nasenschleimhaut leidet. In den nächsten Stunden sollte er auf Sport, Zigaretten und Alkohol verzichten, damit die Nase nicht wieder zu bluten beginnt. Die hintere Nasentamponade (Bellocq-Tamponade) fängt Blut aus dem hinteren Nasenbereich und dem Nasenrachenraum auf. Der Arzt versetzt den Patienten in Narkose und führt die beiden Enden eines Gummischlauchs durch Mundhöhle und Rachen von hinten in die Nase ein. Ein an den Schlauch gebundener Tampon verschließt schließlich die hintere Nasenöffnung. An den Enden des Gummischlauchs, die vorne aus der Nase schauen, befestigt er zusätzlich eine vordere Nasentamponade. Damit keine Krankheitserreger über den Schlauch in die Nasennebenhöhlen einwandern, erhält der Patient zudem ein Antibiotikum.
Nasolabialfalte (Nasenlippenfurche, Sulcus nasolabialis)
Falte, die beidseits von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln verläuft und zum charakteristischen Gesichtsausdruck eines Menschen beiträgt.
Nativpräparat
Zellmaterial, das sich unter dem Mikroskop betrachten lässt, ohne vorher angefärbt oder fixiert zu werden. Dies gilt zum Beispiel für Blutabstriche und Vaginalsekret.
Natron (Natriumhydrogenkarbonat, Natriumbikarbonat, NaHCO<tief>3</tief>)
Weißes Salz, das traditionell gegen Sodbrennen eingesetzt wird. Natron wirkt schnell und stark, allerdings nicht sehr lange. Es neutralisiert die Magensäure so abrupt, dass die Magenschleimhaut zum Ausgleich noch mehr Säure zu produziert. Bessere Mittel gegen Sodbrennen sind daher neuere Antazida wie Magaldrat und Hydrotalcid. Kommt Natron mit Säuren in Berührung, setzt es Kohlendioxid frei. Diese Eigenschaft von Natron wird in Backtriebmitteln und Brausetabletten gezielt genutzt. In der Medizin wird Natron heute noch als Infusion bei Übersäuerung des Bluts gegeben.