Normalflora
Natürliche Bakterienflora auf Haut und Schleimhäuten gesunder Menschen. Da sowohl der Mensch als auch die Bakterien von dieser Lebensgemeinschaft profitieren, sprechen die Biologen von einer Symbiose. Der menschlichen Körper bietet den Bakterien Schutz, Wärme und Nahrung, die Bakterien wiederum trainieren das Immunsystem, helfen bei der Verdauung und verdrängen andere, gefährliche Bakterien. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, nehmen die Bakterien überhand oder wandern in empfindlichere Körperregionen, wo sie teils schwere Infektionen hervorrufen.
Normalsichtigkeit (Emmetropie)
Sehvermögen eines Menschen bei optimaler Länge des Augapfels und optimaler Brechkraft der Linse. Dadurch kreuzen sich parallel einfallende Lichtstrahlen genau auf der Netzhaut des Auges und erzeugen dort ein scharfes Bild. Bei Kurzsichtigkeit bündeln sich die Lichtstrahlen vor, bei Weitsichtigkeit dagegen hinter der Netzhaut – entsprechend sehen beide nur ein verschwommenes Bild. Als normalsichtig zählen auch Personen, deren Sehkraft innerhalb eines gewissen Bereiches (zwei Standardabweichungen) um den Normwert schwankt.
Normospermie (Normozoospermie, Normizoospermie)
Samenflüssigkeit mit einem pH-Wert von 7,2–7,8 und 20–250 Millionen Spermien pro Milliliter. Die Hälfte der Spermien sollte beweglich und normal geformt sein. Sind alle diese Bedingungen erfüllt, kann der Mann gesunde Kinder zeugen.
Normostenurie
Fähigkeit der Nieren, Harn mit einer optimalen Salzkonzentration zu erzeugen. Weicht die Salzkonzentration vom Normwert ab, scheidet die Niere entweder zu viel oder zu wenig Wasser über den Harn aus. Ist der Wasserhaushalt gestört, wirkt sich dies auch auf den Kreislauf aus.
Normovolämie
Übliche Blutmenge im Körper. Normalerweise strömen 5–6 l Blut durch die Adern des menschlichen Körpers, relativ macht das Blut 8 % des Körpergewichts aus.
Nosoden
Homöopathische Arzneimittel, die aus kranken Organen, Körpergeweben und deren Ausscheidungsprodukten gewonnen werden. Der Therapeut wählt Nosoden entsprechend der Vorerkrankungen oder der aktuellen Beschwerden des Patienten aus. Dabei orientiert er sich an dem homoöpathischen Grundsatz, Gleiches mit Gleichem zu heilen. Um die Nosode unschädlich zu machen, braucht der Körper die gleiche Taktik wie im Kampf gegen die eigentliche Krankheit. So lernt der Körper sich gegen die Krankheit zu wehren. Weitere Nosoden sollen vor den Nebenwirkungen eines bestimmten Medikaments schützen. Sie sind homöopathische Aufbereitung desselben Medikaments, das die Nebenwirkung hervorruft. Nosoden sind wissenschaftlich äußerst umstritten, allerdings basiert das Verfahren auf dem gleichen Wirkprinzip wie die Impfung.
nosokomial
Im Krankenhaus erworben in Bezug auf Krankheiten.
Nosologie
Wissenschaft, die Krankheiten in Zusammenhang zueinander stellt und sie in ein systematisches Gefüge einordnet. Die Nosologie ist ein Teilgebiet der Pathologie, der Lehre von den Krankheiten.
Notfalleingriff
Operation sofort nach der Diagnose. Eine derartige Notoperation ist immer dann erforderlich, wenn das Leben des Patienten akut gefährdet ist.
Notfalltherapie
Maßnahmen, die der Arzt unverzüglich einleitet, wenn ein Patient in akuter Lebensgefahr schwebt. Der Arzt bemüht sich vor allem, lebenswichtige Körperfunktionen wie die Atmung und den Kreislauf zu erhalten. Hierzu leitet er unter anderem ABC-Maßnahmen ein, beatmet den Patienten über eine Sauerstoffmaske oder bringt das Herz mit einem Defibrillator wieder in Gang.