Eugnathie
Harmonisches Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur, Zähnen und dem zentralen Nervensystem. Die Ober- und Unterkiefer beißen korrekt zusammen, die Zähne stehen gleichmäßig und der Unterkiefer kann ungehindert kauen und schieben. Ist das Kausystem fehlgebildet (Dysgnathie), kann der Kieferorthopäde eine Eugnathie ganz oder teilweise ermöglichen.
Eukalyptus (Eucalyptus)
Gattung immergrüner Bäume und Sträucher, die in Australien und Indonesien heimisch sind. Ihre Blätter enthalten ätherisches Öl, das Schleim sowie Krämpfe löst und Wunden desinfiziert. Das Öl wird bei Erkältungen und rheumatischen Erkrankungen angewandt. In seltenen Fällen kann Eukalyptusöl Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervorrufen.
Euphorie
Gesteigertes Glücksgefühl. Eine Euphorie tritt als normale Gefühlsregung auf, nachdem die betroffene Person extreme Anspannungen (z.B. schwere Prüfungen oder eine Geburt) erfolgreich überstanden hat. Eine krankhafte Euphorie entsteht als Symptom von Gehirnerkrankungen (Demenz) oder -verletzungen. Außerdem wirken einige Drogen und Medikamente wie Betäubungsmittel, Amphetamine und Schlafmittel euphorisch.
Evers-Diät
Rohkostdiät zur Behandlung von schweren Erkrankungen des Stoffwechsels, wie der Multiplen Sklerose. Der Patient isst überwiegend pflanzliche Lebensmittel, die möglichst frisch und naturbelassen sein sollen. Fleisch, Eier und Milchprodukte sind in Maßen erlaubt.
Exanthem
Medizinischer Begriff für einen großflächigen, gleichförmigen Hautausschlag. An der Mundschleimhaut spricht man hingegen vom Enanthem. Exantheme können örtlich begrenzt auftreten (lokales Exanthem) oder am gesamten Körper (generalisiertes Exanthem). Ursachen sind z.B. Allergien (allergisches Exanthem), Bakterien (bakterielles Exanthem) und Medikamente (medikamentöses Exanthem). Als Hautveränderungen können z.B. Quaddeln vorhanden sein (urtikarielles Exanthem) oder Papeln (papulöses Exanthem), auch eine begleitende Hautrötung (Erythem) ist möglich. Einige Krankheiten gehen typischerweise mit einem Exanthem einher, z.B. Masern (morbilliformes Exanthem), Röteln (rubeoliformes Exanthem) sowie Scharlach (scarlatiformes Exanthem).
Exartikulation
Amputation einer Gliedmaße im Gelenk. Der Chirurg muss also keinen Knochen durchtrennen. Er führt eine Exartikulation meist an Fingern oder Zehen durch, wenn eine ausgedehnte Infektion oder ein Knochentumor die betroffene Gliedmaße geschädigt haben.
Excavatio
Muldenartige Aushöhlung. Die Medizin unterscheidet:
Exenteration
- Herausnehmen von Eingeweiden aus einer Körperhöhle. Bei einer Exenteration pelvis entfernt der Arzt bei bösartigen Erkrankungen der Gebärmutter (Uterus) die Organe des kleinen Beckens, d.h. Gebärmutter, Scheide, Eierstöcke und Harnblase. Eine Exenteration orbitae nimmt der Arzt bei einem bösartigen Tumor hinter dem Augapfel vor: Er entfernt den gesamten Inhalt der Augenhöhle.
- Verlagerung des Darms vor den Bauchraum während einer Operation in der Bauchhöhle.
Exfoliation
Abblättern von abgestorbenen Hautschüppchen oder Schleimhaut im Rahmen der ständigen Hauterneuerung der Oberhaut.
Exkrement
Körperausscheidung in Form von Stuhl oder Harn.