Daumensattelgelenk (Daumengrundgelenk)
Sattelförmiges Scharniergelenk zwischen Daumen und dem Vieleckbein, einem Handwurzelknochen.
Dawn-Phänomen
Ein bei insulinpflichtigen Diabetikern auftretender Mehrbedarf an Insulin in den frühen Morgenstunden. Auslöser ist das Wachstumshormon Somatotropin (STH), das der Körper in der Nacht ausschüttet und das den Blutzucker erhöht.
Dämmerzustand
Qualitative Bewusstseinsstörung, die wenige Minuten bis Wochen dauert. Je nach Ausprägung sind Denken, Handeln, Wahrnehmen der Umgebung und Orientierung eingeschränkt. In schwereren Fällen treten auch Denkstörungen, ausgeprägte Verwirrtheit und Halluzinationen auf. Der Betroffene verliert den Kontakt zur Umwelt und lebt in traumhaften bis ekstatischen Zuständen. Typischerweise weist die Erinnerung beim Dämmerzustand Lücken auf oder fehlt sogar komplett. Ausgelöst wird er beispielsweise durch eine Epilepsie, Schädel-Hirn-Traumen, Alkohol und Medikamente.
Débridement
Décollement (Abscherverletzung)
Trennung der Haut vom Unterhautfettgewebe durch äußere Gewalteinwirkung. Die Haut wird gequetscht und so abgeschert, dass das Unterhautfettgewebe abreißt und die Durchblutung und Versorgung der Haut mit Nerven verloren geht. In der Unterhaut bilden sich blutgefüllte Hohlräume. Ein Décollement begleitet häufig Knochenbrüche der Extremitäten, kommt aber auch als eigenständige Verletzung vor. Der Arzt entfernt die abgestorbenen Hautteile, leitet das Blut unter den Hohlräumen per Drainage ab und fixiert die abgelöste Haut an der Unterhaut.
Dünndarmkrebs (Dünndarmtumoren)
Seltene, bösartige Tumoren im Bereich von Zwölffingerdarm (Duodenum), Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum).
Dünndarmtoilette
Absaugen von Dünndarminhalt mit einer speziellen Sonde. Der Darminhalt muss entfernt werden, wenn sich der Speisebrei im Dünndarm staut oder vor einer Operation am Dünndarm.
Deckverband
Schutzverband zur Abdeckung von Körperoberflächen.
Decoder-Dermografie
Form der elektrischen Hautmessung, die unklare Krankheitszustände und Leiden aufdecken soll. Der Arzt misst die körpereigenen elektrischen Signale, indem er drei Elektrodenpaare an Stirn, Händen und Füßen anschließt. Ein schwacher elektrischer Impuls reizt den Körper, sodass der Arzt an mehreren Messstellen die elektrische Speicherfähigkeit der Haut sowie Spannungsunterschiede ablesen kann.
Defektzustand
Nicht mehr heilbarer Endzustand einer fortschreitenden Geisteskrankheit oder organischen Gehirnerkrankung.